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Innovationsfaktor Hochschule

Eine Initiative des Stifterverbandes und der Heinz Nixdorf Stiftung zur Stärkung der Hochschulen als Wirtschafts- und Innovationsfaktor für die Region

In einem gemeinsam getragenen Arbeitsprogramm möchten Heinz Nixdorf Stiftung und Stifterverband dazu beitragen, dass sich Hochschulen noch stärker als bisher als Innovationsfaktoren für ihre Region verstehen. Das Arbeitsprogramm für die ersten drei Jahre umfasst Programme zu den Themen Hochschulautonomie und Kooperation Wirtschaft – Wissenschaft.

Hochschulautonomie hat viele Vorteile für die Hochschulen mit sich gebracht. Hochschulen haben dadurch insbesondere im regionalen Kontext das Potenzial, als Wissensknoten zu wirken und sich mit Erkenntnis- und Wissenstransfer noch mehr der Gesellschaft und Wirtschaft zu öffnen. Die regionalen Wertschöpfungspotenziale sind hoch, wie nicht zuletzt die Studienergebnisse des Stifterverbandes deutlich unter Beweis stellen. Gleichzeitig bringt die Öffnung der Hochschulen zur Wirtschaft und Gesellschaft neue Impulse für Forschung und Lehre an Hochschulen.

Es ist erfreulich, dass in den letzten Jahren neue Schnittstellen zur Wirtschaft durch eine Öffnung und Profilbildung der Hochschulen sowie durch öffentliche Förderung (zum Beispiel Spitzencluster, Forschungscampus) entstanden sind. Aber das Potenzial für weitere Kooperationen ist noch lange nicht ausgeschöpft, denn bislang fließen weniger als zehn Prozent der Hochschulbudgets und weniger als zwei Prozent der gesamten FuE-Ausgaben von Unternehmen in Kooperationsprojekte. Das liegt auch daran, dass im Blickfeld von Wissenschaftspolitik und Öffentlichkeit seit mehreren Jahren in erster Linie das Bestreben steht, (Forschungs-) Exzellenz und internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Weniger im Fokus steht die Rolle der Hochschulen als Innovationsfaktor an der Schnittstelle zu Wirtschaft und Gesellschaft. Diesen Aspekt möchten die Heinz Nixdorf Stiftung und der Stifterverband mit ihrer Initiative wieder in den Mittelpunkt der Debatte stellen.

 

Aktuelle Programme und Veranstaltungen

Auf dem Weg zur kooperativen Hochschule
Eine Konferenz am 26. Juni 2017 in Berlin wird unter anderem den Fragen nachgehen: Welche organisatorischen, kommunikativen und finanziellen Voraussetzungen müssen an Hochschulen erfüllt sein, um dem Anspruch einer Kooperativen Hochschule gerecht zu werden? Welche politischen Rahmenbedingungen können Kooperationen befördern und unterstützen? Details zum Programm und zur Anmeldung folgen Anfang April.

Gründungsradar
Die im März 2017 veröffentlichte Studie nimmt die Gründungskultur an Hochschulen in Deutschland in den Blick. Im Fokus steht die Frage, wie Hochschulen die Gründung von Unternehmen fördern – durch Gründungssensibilisierung und -unterstützung sowie durch institutionelle Verankerung einer nachhaltigen Gründungskultur.

Transfer-Audit
Das Transfer-Audit richtet sich an Hochschulen, die ihre institutionelle Strategie für die Kooperation mit externen Partnern weiterentwickeln möchten. Es hat zum Ziel, Hochschulen für ihre jeweilige Zielsetzung im Transferbereich strategisch bestmöglich aufzustellen. Seit Januar 2017 durchlaufen auch drei Fachhochschulen und sieben Universitäten in Nordrhein-Westfalen das Transfer-Audit.

Innovation partnerships between science, industry and society
Die Konferenz am 7. November 2016 in Leverkusen hat Erfolgskriterien, zukünftige Herausforderungen und den Handlungsbedarf für die Weiterentwicklung von Innovationspartnerschaften diskutiert. Internationale und nationale Experten wurden dafür als Impulsgeber gewonnen. 

Hochschul-Barometer
Die Hochschulen beeinflussen Innovationsprozesse und gesellschaftliche Entwicklungen durch ihre Profile in Forschung, Lehre und Wissenstransfer. Das Hochschul-Barometer analysiert die Stimmung an den Hochschulen, identifiziert Trends und offenbart die Einschätzungen zu aktuellen Entwicklungen im Hochschulsystem. Die im Oktober 2016 erschienene Ausgabe widmete sich dem Schwerpunktthema Internationalisierung.